Analverkehr

Der Penis wird bei dieser Praxis sanft in den Anus eingeführt und der Verkehr wird anal statt vaginal vollzogen. Die Anal-Region ist eine feinnervige erogene Zone, die bei Stimulation oft äusserst lustempfindlich reagiert. Bei vielen Menschen besteht allerdings eine anerzogene Hemmschwelle in Bezug auf den Analverkehr - der After gilt als sexuelle Tabuzone.
Sind diese Hemmungen erst einmal überwunden, kann der Analverkehr für beide Partner eine völlig neue sexuelle Erfahrung mit einem erhöhten Lustgewinn darstellen. Allein durch die Enge der Anal-Öffnung erhöhen sich die Reize auf die Lustnerven beider Partner. Immer mehr Menschen nutzen in einer Phase der sexuellen Entdeckung diese neuen Erfahrungen. Da die Afterregion selbst bei Erregung nicht über eine natürliche Feuchtigkeits-Produktion verfügt, sollten die Partner immer Gleitcreme benutzen, um ein Eindringen zu erleichtern und sich gleichzeitig vor schmerzhaften Irritationen zu schützen.
Desweiteren sollte es zur Pflicht ernannt werden, Analverkehr NUR mit Kondom zu praktizieren. Ein natürliches Verhütungsmittel ohne Chemie. Desweiteren können so keine Keime in die Harnröhre eindrigen, was besinders zur Vorbeugung gegen Candelom zu sehen ist.
Nimmt die Frau ein Verhütungsmittel, ist eine Schwangerschaft nicht zu befürchten, kann aber duchaus vorkommen. Wenn nicht, gilt: Sollte sich das Kondom abtreifen, was durchaus vorkommen kann, und der Mann kurz vor dem Orgasmus steht, sollte er NICHT den Penis herausziehen, sondern IN der Frau zum Orgasmus kommen. Der Mann sollte dabei ganz tief eindringen, da sonst das Sperma leicht hinauslaufen kann. Durch diese "Rückbefruchtung" werden 8 % der Frauen, die nicht Verhüten, trotz Analverkehr schwanger.

Wie macht man nun "Analsex"?


Durch eindringen mit dem Penis (oder einem Analdildo oder Vibrator)in den Schließmuskel wird der Analverkehr vollzogen. Normalerweise hält dieser Muskel den Ausgang geschlossen und öffnet sich nur beim "Stuhlgang" (Defäkation). Um durch den Anus von außen einzudringen, muss also ein wenig Druck angewendet werden. Um leichter eindringen und geradezu hineingleiten zu können, sollte immer ein geeignetes Gleitmittel verwendet werden. Ein solches, speziell für den Geschlechtsverkehr hergestelltes und in Apotheken, Drogerien und Sexshops zu beziehendes Anal-Gleitgel sollte es schon sein. Andere Gleitmittel können Kondome beschädigen, so z.B Melkfett oder Vaseline. Ein vorheriges Dehnen mit einem Finger, später mit weiteren Fingern gibt dem Partner die Möglichkeit, sich langsam an das Gefühl zu verwöhnen. Am besten geht dies in der Hündchenstellung. Der aktivere Partner sollte einige Zeit in der Position verharren, um dem Schließmuskel Zeit zu geben, sich aufzudehnen. Das Einführen des Penis, bzw. eines Dildos/Vibrators muss auf jeden Fall langsam und zärtlich passieren, da sonst die Gefahr besteht, dass der Darm oder der Schließmuskel verletzt wird und/oder Schmerzen entstehen. Die beginnenden Bewegungen wie beim Geschlechtsverkehr sollten langsam sein. Eventuell sollte man gleichzeitig noch z. B. die Klitoris stimulieren, um einen Orgasmus bei der Frau zu erreichen. Der Orgasmus kann zum rhythmischen Zusammenziehen des Schließmuskels führen, wodurch das eingeführte Glied noch mehr stimuliert wird. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen kann diese Sexualpraktik für beide Partner sehr befriedigend sein.

Was tun nach dem Analverkehr?


Nach dem Analverkehr ist darauf zu achten, dass man keinen Geschlechtsverkehr in der Scheide praktiziert, weil durch die Darmkeime Infektionen in der Scheide auftreten können. Nach einer Reinigung steht dem aber nichts mehr im Weg.

Welche Gefahr besteht bei Analsex?

Durch den Analverkehr ohne Kondom können Krankheiten wie Hepatitis oder AIDS übertragen werden. Auch ansonsten gesunde Menschen können den Pilz CANDELOM übertragen, der im Darmtrakt ungefährlich ist, aber in der Harnröhre unangenehme, nicht spürbare Verwachsungen hervorrufen kann. Diese können nur mittels Operation (Verödung durch Laser z.B) behandelt werden.

Welche Probleme können nach dem Analsex auftreten?


Nach den ersten Malen kann der Schließmuskel leicht irritiert sein, wodurch zum Beispiel der Abgang von Blähungen nicht mehr kontrolliert werden kann oder die Samenflüssigkeit unkontrollierbar abfließt. Diese "Inkontinenz" endet meistens nach ein bis zwei Tagen. Mit mehr Routine beim Analverkehr lässt die leichte Irritation nach und verschwindet völlig.